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Ratgeber Venenerkrankungen

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Venenerkrankungen
Was sind Venenerkrankungen?

Der Begriff Venenerkrankungen ist eine Bezeichnung für verschiedene Erkrankungen der Venen. Die häufigsten Venenerkrankungen sind Besenreiser, Krampfadern, Venenentzündungen, Thrombosen oder schwere Beine.

Venen sind Blutgefäße, die das Blut aus den verschiedenen Organen zurück zum Herzen transportieren. Der Bluttransport in den Beinen ist dabei besonders schwierig, weil das Blut im Stehen aufwärts, zum Herzen hin, fließt. Besenreiser sind eine häufige Erkrankung der Beine. Meist werden sie für das äußere Erscheinungsbild als störend empfunden. Bei einer Thrombose ist ein Blutgefäß durch ein Gerinnsel verstopft. Würde sich dieses ablösen, kann es z. B. in die Lunge transportiert werden. Dort kann es einen Gefäßverschluss, eine Lungenembolie, herbeiführen.

Therapie Venenerkrankungen

Die Therapie von Venenerkrankungen richtet sich nach der Art der Erkrankung. Unterscheiden kann man eine Selbstbehandlung und eine ärztliche Therapie. Zur Selbstbehandlung von Venenerkrankungen gehören viel Bewegung, Beine hochlagern, kalte Wassergüsse oder die Durchführung von spezieller Venengymnastik. Auch Ausdauersportarten wirken sich positiv auf das Venensystem aus.

Zur ärztlichen Therapie gehört eine Kompressionsbehandlung. Nach Absprache mit dem Arzt können durch Kompressionsstrümpfe die Venen zusammengedrückt werden, was zu einer Entlastung führt. Auch Medikamente können eingesetzt werden. Ein spezielles Gehtraining oder manuelle Lymphdrainage können Linderung schaffen.

Der Entstehung von Krampfadern und Thrombosen kann man u. U. vorbeugen. Hilfreich ist es, kein Übergewicht zu haben sowie sich viel zu bewegen und viel zu trinken. Auch eine salzarme Ernährung und ein geringer Alkoholkonsum können zur Vorbeugung von Krampfadern beitragen. Sollten Krampfadern auftreten, so ist es ratsam, diese möglichst frühzeitig zu behandeln. Betroffene mit Krampfadern können sich auf ihr Risiko für die Entstehung von Thrombosen testen lassen. Sollten trotz Operation Krampfadern erneut auftreten, so spricht man von rezidivierenden Krampfadern. Hier kann es hilfreich sein, das Vorliegen einer sog. pelvine Insuffizienz auszuschließen.

 

Diagnose Venenerkrankungen

Die Diagnose von Venenerkrankungen verläuft bei den verschiedenen Venenerkrankungen unterschiedlich. Allen gemein ist, dass zunächst eine Anamnese durchgeführt wird. Der Arzt fragt nach den Beschwerden und kann Fragen stellen zum Auftreten von Venenerkrankungen in der Familie. Im Anschluss daran findet die körperliche Untersuchung der Beine statt.

Für eine Diagnose von Besenreißer sind diese zwei Elemente ausreichend. Bei anderen Venenerkrankungen können weitere diagnostische Verfahren zum Einsatz kommen, wie z. B. Ultraschall oder Phlebografie. Mithilfe der Dopplersonografie kann der Blutfluss in einem Gefäß dargestellt werden. Bei der Phlebografie wird ein Kontrastmittel verabreicht. Durch den Einsatz von Röntgenstrahlung können die Venen dargestellt werden.

Was sind Venenerkrankungen?

Venenerkrankungen zählen zu den häufigsten Krankheiten. Jeder zweite bis dritte Erwachsene ist davon betroffen. Bei den Venen handelt es sich um Blutgefäße, die das Blut aus den verschiedenen Körpergeweben zum Herzen zurückführen. Wenn diese Gefäße nicht mehr einwandfrei funktionieren, liegt eine Venenerkrankung vor. Der Begriff Venenerkrankung ist als ein Sammelbegriff zu verstehen, hinter dem sich verschiedene Krankheiten verbergen können.

Venenerkrankungen: Die Venen

Venen sind Gefäße, die das Blut zum Herzen transportieren, beim erwachsenen Menschen etwa 7.000 Liter täglich. Insbesondere in den Beinen kann sich der Bluttransport problematisch gestalten, weil die Flussrichtung im Stand der Schwerkraft entgegengerichtet ist, dass Blut also aufwärts fließen muss. Antrieb für den Blutfluss ist die Muskulatur der Füße und Beine, die bei Anspannung das Blut Richtung Herz presst. Damit es bei Entspannung der Muskeln nicht wieder zurückfließt, gibt es in den Venen der Rumpfwand und der Beine Venenklappen, die wie Rückschlagventile wirken. Die meisten Venen des Körpers sind sogenannte Begleitvenen, die parallel zu den entsprechenden Arterien verlaufen. Arterien sind die Gefäße, die das Blut vom Herzen zu den verschiedenen Geweben der einzelnen Körperregionen transportieren. Sie sind muskelreicher als Venen und auch dehnbarer. In den vom Herzen wegführenden Gefäßen herrscht ein deutlich höherer Blutdruck als in den zum Herzen zurückführenden, also in den Venen.

Die verschiedenen Venenerkrankungen

Zu den Venenerkrankungen zählen Störungen unterschiedlichen Ausmaßes. Eine Form der Venenerkrankung ist der Besenreiser. Zu weiteren Venenerkrankungen zählen die Krampfadern (Varikosen). Auch Venenentzündungen (Thrombophlebitis) gehören zu den Venenerkrankungen. Schwere Beine stellen eine weitere Form von Venenerkrankungen dar. Thrombosen, z. B. Tiefe Bein- oder Beckenvenenthrombosen, werden auch zu den Venenerkrankungen gezählt. Während es sich bei Besenreiser beispielsweise um eher kosmetische Probleme handelt, die in der Regel keinen Einfluss auf die Gesundheit haben, können andere Venenerkrankungen, wie z. B. eine tiefe Bein- oder Beckenvenenthrombose, schwerwiegende Folgen haben.

Venenerkrankung: Besenreiser

Bei der Venenerkrankung Besenreiser handelt es sich um Veränderungen der kleinen, oberflächlich gelegenen netz- oder fächerförmigen Venen. Sie treten hauptsächlich an den Beinen auf und entstehen meist aufgrund einer angeborenen Veranlagung oder einer Stauung der Venen.

Venenerkrankung: Krampfadern

Krampfadern, eine weitere Venenerkrankung, entstehen ebenfalls im oberflächlichen Venensystem der Beine. Dabei werden Venenstränge an der Hautoberfläche sichtbar, die stellenweise knotige Verdickungen aufweisen. Eine Venenentzündung entsteht oft im Bereich von Krampfadern. Dabei handelt es sich, wie das Wort bereits impliziert, um eine Entzündung der Venen. Eine entzündete Vene ist meist verdickt und somit deutlich tastbar. Sie ist in der Regel zudem warm, gerötet und schmerzhaft.

Venenerkrankung: Schwere Beine und Thrombosen

Schwere Beine sind häufig das erste Anzeichen einer beginnenden Venenschwäche. Eine weitere Venenerkrankung, die Thrombose, entsteht, wenn ein Gefäß durch ein Blutgerinnsel verstopft. Löst es sich ab und wird mit dem Blutstrom fortgerissen, kann es in die Lunge geschwemmt und dort zu einem Gefäßverschluss führen – zu einer sogenannten Lungenembolie, die tödlich verlaufen kann.

Lydia Köper

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