Ratgeber Venenerkrankungen

Informationen für Betroffene und Interessierte

Was sind Venenerkrankungen?

Venenerkrankungen zählen zu den häufigsten Krankheiten. Jeder zweite bis dritte Erwachsene ist davon betroffen. Bei den Venen handelt es sich um Blutgefäße, die das Blut aus den verschiedenen Körpergeweben zum Herzen zurückführen. Wenn diese Gefäße nicht mehr einwandfrei funktionieren, liegt eine Venenerkrankung vor. Der Begriff Venenerkrankung ist als ein Sammelbegriff zu verstehen, hinter dem sich verschiedene Krankheiten  verbergen können.

Venenerkrankungen: Die Venen

Venen sind Gefäße, die das Blut zum Herzen transportieren, beim erwachsenen Menschen etwa 7.000 Liter täglich. Insbesondere in den Beinen kann sich der Bluttransport problematisch gestalten, weil die Flussrichtung im Stand der Schwerkraft entgegengerichtet ist, dass Blut also aufwärts fließen muss. Antrieb für den Blutfluss ist die Muskulatur der Füße und Beine, die bei Anspannung das Blut Richtung Herz presst. Damit es bei Entspannung der Muskeln nicht wieder zurückfließt, gibt es in den Venen der Rumpfwand und der Beine Venenklappen, die wie Rückschlagventile wirken. Die meisten Venen des Körpers sind sogenannte Begleitvenen, die parallel zu den entsprechenden Arterien verlaufen. Arterien sind die Gefäße, die das Blut vom Herzen zu den verschiedenen Geweben der einzelnen Körperregionen transportieren. Sie sind muskelreicher als Venen und auch dehnbarer. In den vom Herzen wegführenden Gefäßen herrscht ein deutlich höherer Blutdruck als in den zum Herzen zurückführenden, also in den Venen.

Die verschiedenen Venenerkrankungen

Zu den Venenerkrankungen zählen Störungen unterschiedlichen Ausmaßes. Eine Form der Venenerkrankung ist der Besenreiser. Zu weiteren Venenerkrankungen zählen die Krampfadern (Varikosen). Auch Venenentzündungen (Thrombophlebitis) gehören zu den Venenerkrankungen. Schwere Beine stellen eine weitere Form von Venenerkrankungen dar. Thrombosen, z. B. Tiefe Bein- oder Beckenvenenthrombosen, werden auch zu den Venenerkrankungen gezählt. Während es sich bei Besenreiser beispielsweise um eher kosmetische Probleme handelt, die in der Regel keinen Einfluss auf die Gesundheit haben, können andere Venenerkrankungen, wie z. B. eine tiefe Bein- oder Beckenvenenthrombose, schwerwiegende Folgen haben.

Venenerkrankung: Besenreiser

Bei der Venenerkrankung Besenreiser handelt es sich um Veränderungen der kleinen, oberflächlich gelegenen netz- oder fächerförmigen Venen. Sie treten hauptsächlich an den Beinen auf und entstehen meist aufgrund einer angeborenen Veranlagung oder einer Stauung der Venen.

Venenerkrankung: Krampfadern

Krampfadern, eine weitere Venenerkrankung, entstehen ebenfalls im oberflächlichen Venensystem der Beine. Dabei werden Venenstränge an der Hautoberfläche sichtbar, die stellenweise knotige Verdickungen aufweisen. Eine Venenentzündung entsteht oft im Bereich von Krampfadern. Dabei handelt es sich, wie das Wort bereits impliziert, um eine Entzündung der Venen. Eine entzündete Vene ist meist verdickt und somit deutlich tastbar. Sie ist in der Regel zudem warm, gerötet und schmerzhaft.

Venenerkrankung: Schwere Beine und Thrombosen

Schwere Beine sind häufig das erste Anzeichen einer beginnenden Venenschwäche. Eine weitere Venenerkrankung, die Thrombose, entsteht, wenn ein Gefäß durch ein Blutgerinnsel verstopft. Löst es sich ab und wird mit dem Blutstrom fortgerissen, kann es in die Lunge geschwemmt und dort zu einem Gefäßverschluss führen – zu einer sogenannten Lungenembolie, die tödlich verlaufen kann.

Lydia Köper

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News zu Venenerkrankungen von Curado.de

  • Venenerkrankungen der Beine
    Bei Venenerkrankungen der Beine gibt es Unterschiede zwischen akuten (vor allem Thrombosen) und chronischen Fällen (vor allem Krampfadern und venöse Insuffizienz). Laut Angaben des Robert Koch-Instituts hat bereits jede 15. Frau und knapp jeder 30. Mann eine Thrombose der Beinvenen erlitten. Über 90 % aller Embolien kommen aus den Beinvenen.
  • News
  • Männer unterschätzen häufig Gefahren von Krampfadern
    Krampfadern, in der Fachsprache Varikose oder Varizen genannt, sind krankhaft erweiterte Venen und entstehen zumeist an den Beinen. „Vor allem durch eine Bindegewebsschwäche kommt es zu einer Erschlaffung der Venenwand und einer Funktionsbeeinträchtigung der Venenklappen“, erläutert Dr. Seiter. „Dadurch fließt das venöse Blut nicht mehr herzwärts, sondern sackt fußwärts wieder in das Bein zurück.“
  • Sanfte Therapie gegen Krampfadern
    Krampfadern sind ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem. Dabei handelt es sich um krankhaft erweiterte Venen, in denen sich das Blut staut. Das minimal-invasive Radiofrequenzverfahren verspricht eine schonende Behandlung dieser Erkrankung. Unter lokaler Betäubung werden dazu mittels eines Katheters Radiowellen in die defekte Vene geleitet. Sie erhitzen die Innenwand der Vene langsam auf 120 Grad Celsius.
  • Lästige Krampfadern
    Sie bereiten zwar meist keine größeren Schmerzen, sind aber vor allem aus ästhetischen Gründen unangenehm: Die Rede ist von Krampfadern. Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Apothekenmagazins "Senioren Ratgeber" berichtet rund jede sechste Frau in Deutschland (15,5 %) von solchen Venenproblemen.