Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Venenerkrankungen

Informationen für Betroffene und Angehörige
 
 
Venenerkrankungen
Wissenswertes über Venenerkrankungen

Der Entstehung von Krampfadern und Thrombosen kann man u. U. vorbeugen. Hilfreich ist es, kein Übergewicht zu haben sowie sich viel zu bewegen und viel zu trinken. Auch eine salzarme Ernährung und ein geringer Alkoholkonsum können zur Vorbeugung von Krampfadern beitragen. Sollten Krampfadern auftreten, so ist es ratsam, diese möglichst frühzeitig zu behandeln. Betroffene mit Krampfadern können sich auf ihr Risiko für die Entstehung von Thrombosen testen lassen. Sollten trotz Operation Krampfadern erneut auftreten, so spricht man von rezidivierenden Krampfadern. Hier kann es hilfreich sein, das Vorliegen einer sog. pelvine Insuffizienz auszuschließen.

 

Wissenswertes über Venenerkrankungen

Venenerkrankungen: Krampfadern und Thrombosen vorbeugen

Krampfadern sind in Deutschland eine Volkskrankheit, von der etwa jede zweite Frau und jeder vierte Mann betroffen sind. Wer das Auftreten von Krampfadern vermeiden möchte, der sollte auf ein normales Körpergewicht achten. Übergewicht ist einer der Risikofaktoren, der die Entstehung von Venenerkrankungen und somit auch von Krampfadern stark begünstigt. Zudem sollte für viel Bewegung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gesorgt werden. Die Ernährung sollte möglichst salzarm sein, und auch der Alkoholkonsum sollte gering gehalten werden, um das Auftreten möglicher Venenerkrankungen zu vermeiden.

Treten Krampfadern auf, so sollten diese bei einer bestehenden Verbindung zu den tiefen Venen möglichst schnell behandelt werden, da in diesem Fall eine schwere Venenerkrankung vorliegt. Zu den Krampfadern, die in Verbindung zu den tiefen Venen stehen, zählen die Stamm-, Seitenast- und die Perforansvarikosen. In diesen Fällen ist ohne eine entsprechende Behandlung der Venenerkrankung die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Komplikationen wie Venenentzündungen oder Beingeschwüren erhöht.

Es ist eventuell angeraten, dass sich Menschen, die unter Krampfadern leiden, auf eine erblich bedingte Disposition für Thrombosen, einer weiteren Venenerkrankung, testen lassen. Ein erhöhtes Thromboserisiko besteht für etwa 6 % der deutschen Bevölkerung. Kommen Krampfadern bei Venenerkrankungen als ein zusätzlicher Risikofaktor hinzu, ist die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose gegenüber der Bevölkerung ohne erbliche Disposition deutlich erhöht.

Venenerkrankungen: Rezidivierende Krampfadern

Treten Krampfadern, eine Form der Venenerkrankungen, trotz operativer Entfernung immer wieder auf, so spricht man von rezidivierenden Krampfadern. Ursache solcher Venenerkrankungen kann eine sogenannte pelvine Insuffizienz sein, bei der das Blut im Körper einen besonderen Umweg über das kleine Becken nimmt. Bislang ließ sich diese Diagnose der Venenerkrankung häufig nur nach einer Kontrastmitteluntersuchung bei Venenerkrankungen über einen Katheter in der Leistenvene stellen. Mittlerweile ist dies auch durch eine Blutuntersuchung bei Frauen möglich.

Liegt eine pelvine Insuffizienz bei Venenerkrankungen vor, fließt das Blut zunächst durch eine Ovarialvene und dann in die Beine. Dabei nimmt es Östrogen aus den Eierstöcken auf. Ohne eine pelvine Insuffizienz würde das Blut aus der Ovarialvene zu den Nieren und zurück zum Herzen fließen und sich dort mit dem Blut aus anderen Körperregionen vermischen. So wäre der Östrogenspiegel in den Armen und den Beinen gleich. Fließt das venöse Blut bei Venenerkrankungen aber vom Becken direkt in die Beine, steigt der Hormonspiegel des Blutes dort an und ist höher als der des Blutes aus der Armvene. Eine solche Untersuchung bei Venenerkrankungen ist meist kostengünstig und einfach durchzuführen. Zudem kann so der Patientin eine Kontrastmittelröntgenuntersuchung bei Venenerkrankungen erspart werden. Dieses Verfahren kann dann bei der Diagnose von Venenerkrankungen erfolgen, wenn sich durch die Blutuntersuchung der Verdacht auf eine pelvine Insuffizienz erhärtet.

Lydia Köper

16. Januar 2017
Vor allem Menschen mit Diabetes sind häufig von Bluthochdruck betroffen. Neben der medikamentösen Behandlung hat auch der Lebensstil Einfluss auf die Blutdruckwerte.
  
08. Dezember 2016
Menschen mit starkem Übergewicht haben ggf. das Problem, dass die Oberarmmanschette, die bei der Blutdruckmessung angelegt wird, bei ihnen nicht richtig sitzt.
  
10. Oktober 2016
In Studien konnte gezeigt werden, dass die Katheterablation, bei der mithilfe eines Spezialkatheters bestimmte Bereiche des Herzens verödet werden, bei jungen Patienten mit Vorhofflimmern Erfolg versprechend ist.
  
25. Juni 2015
Welche Ursachen hat Bluthochdruck? Wie bekomme ich diese Krankheit durch eine gezielte Ernährung in den Griff? Dieses reich bebilderte Kochbuch gibt Antworten auf alle wichtigen Fragen.
  
20. Mai 2015
Als koronare Herzkrankheit bezeichnet man eine Verengung oder Verstopfung der Herzkranzgefäße.
  

Die Entstehung von Venenerkrankungen kann aufgrund von Risikofaktoren begünstigt werden. Dazu zählen unter anderem eine ererbte Bindegewebsschwäche, ein höheres Alter, häufiges Stehen, Übergewicht, Schwangerschaft und Bluthochdruck.

Die meisten Venenerkrankungen sind auf eine Gefäßerweiterung zurückzuführen. Dadurch kann die Venenklappe nicht mehr richtig schließen und das Blut kann zurückfließen. So entsteht ein Druck in den Gefäßen. Wird dieser über längere Zeit nicht verringert, kann es zu einer dauerhaften Erweiterung der Venen kommen. Bei oberflächlich betroffenen Gefäßen kommt es zu Krampfadern, die äußerlich sichtbar sind und für weitere Venenerkrankungen verantwortlich sein können.

Therapie Venenerkrankungen

Die Therapie von Venenerkrankungen richtet sich nach der Art der Erkrankung. Unterscheiden kann man eine Selbstbehandlung und eine ärztliche Therapie. Zur Selbstbehandlung von Venenerkrankungen gehören viel Bewegung, Beine hochlagern, kalte Wassergüsse oder die Durchführung von spezieller Venengymnastik. Auch Ausdauersportarten wirken sich positiv auf das Venensystem aus.

Zur ärztlichen Therapie gehört eine Kompressionsbehandlung. Nach Absprache mit dem Arzt können durch Kompressionsstrümpfe die Venen zusammengedrückt werden, was zu einer Entlastung führt. Auch Medikamente können eingesetzt werden. Ein spezielles Gehtraining oder manuelle Lymphdrainage können Linderung schaffen.

Diagnose Venenerkrankungen

Die Diagnose von Venenerkrankungen verläuft bei den verschiedenen Venenerkrankungen unterschiedlich. Allen gemein ist, dass zunächst eine Anamnese durchgeführt wird. Der Arzt fragt nach den Beschwerden und kann Fragen stellen zum Auftreten von Venenerkrankungen in der Familie. Im Anschluss daran findet die körperliche Untersuchung der Beine statt.

Für eine Diagnose von Besenreißer sind diese zwei Elemente ausreichend. Bei anderen Venenerkrankungen können weitere diagnostische Verfahren zum Einsatz kommen, wie z. B. Ultraschall oder Phlebografie. Mithilfe der Dopplersonografie kann der Blutfluss in einem Gefäß dargestellt werden. Bei der Phlebografie wird ein Kontrastmittel verabreicht. Durch den Einsatz von Röntgenstrahlung können die Venen dargestellt werden.