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Ratgeber Venenerkrankungen

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Venenerkrankungen
Entstehung von Venenerkrankungen

Die Entstehung von Venenerkrankungen kann aufgrund von Risikofaktoren begünstigt werden. Dazu zählen unter anderem eine ererbte Bindegewebsschwäche, ein höheres Alter, häufiges Stehen, Übergewicht, Schwangerschaft und Bluthochdruck.

Die meisten Venenerkrankungen sind auf eine Gefäßerweiterung zurückzuführen. Dadurch kann die Venenklappe nicht mehr richtig schließen und das Blut kann zurückfließen. So entsteht ein Druck in den Gefäßen. Wird dieser über längere Zeit nicht verringert, kann es zu einer dauerhaften Erweiterung der Venen kommen. Bei oberflächlich betroffenen Gefäßen kommt es zu Krampfadern, die äußerlich sichtbar sind und für weitere Venenerkrankungen verantwortlich sein können.

Entstehung von Venenerkrankungen

Wie Venenerkrankungen entstehen, hängt davon ab, um welche Krankheit genau es sich handelt. Allerdings bestehen bestimmte Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit von Venenerkrankungen erhöhen. Es kann eine ererbte Bindegewebsschwäche bestehen, die das Auftreten von Venenerkrankungen stark begünstigt. Oftmals betroffen sind zudem ältere Menschen und solche, die einer anhaltenden Belastung durch häufiges langes Stehen ausgesetzt sind. Auch Übergewicht, eine Schwangerschaft und Bluthochdruck können die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Venenerkrankungen erhöhen.

Venenerkrankungen: Entstehung von Besenreiser, Krampfadern und Schweren Beinen

Bei den Venenerkrankungen Besenreiser und Krampfadern (Varikosen) handelt es sich um Gefäßerweiterungen, wobei Besenreiser eine Erweiterung der allerkleinsten Gefäße im Blut darstellen. Tritt diese Venenerkrankung in größeren Gefäßen auf, und zwar an einer Stelle, an der sich eine Venenklappe befindet, bilden sich zunächst Ödeme. Bei einem Ödem handelt es sich um eine Gewebeschwellung aufgrund einer Ansammlung von Flüssigkeit. Sie kann entstehen, weil durch die Erweiterung im Bereich einer Venenklappe diese nicht mehr vollständig schließt, das Blut zurückfließt und sich in den tiefer gelegenen kleineren Gefäßen staut. Dadurch steigt meist bei dieser Venenerkrankung der Druck in den Gefäßen, und es wird mehr Flüssigkeit als normal aus dem Blutgefäß heraus in das Gewebe gepresst.

Bleiben bei dieser Venenerkrankung ein solcher Rückstau und der damit erhöhte Druck in den Venen über einen längeren Zeitraum bestehen, führt dies oft zu einer dauerhaften Erweiterung der Venen. Sind bei dieser Form der Venenerkrankung oberflächlich gelegene Gefäße davon betroffen, werden diese Erweiterungen als Krampfadern sichtbar. Sind es hingegen die tiefen Beinvenen, deren Gefäßwände sich verändert haben, kommt es zum Auftreten von Schweren Beinen, einer weiteren Form von Venenerkrankungen. Das Gefühl der Schweren Beine geht oftmals mit einem Kribbeln, einem Juckreiz, nächtlichen Wadenkrämpfen oder stechenden Schmerzen einher.

Venenerkrankungen: Entstehung von Venenentzündungen

Krampfadern, eine Form von Venenerkrankungen, können die Grundlage für eine Entzündung der Venen bilden, wenn dort eine kleine Verletzung entsteht. Medizinisch spricht man bei dieser Form der Venenerkrankungen von einer Thrombophlebitis. Durch die Gefäßerweiterung in den Krampfadern ist der Blutstrom verlangsamt, weshalb Krankheitserreger sich dort besonders gut ansiedeln können. Es kann in der Folge zu einem teilweisen Verschluss des Gefäßes kommen, weil sich ein Blutpfropf ausbildet, und zu einem Übergreifen der Entzündung auf den gesamten Venenabschnitt und die angrenzende Haut führt.

Venenerkrankungen: Entstehung einer tiefen Bein- oder Beckenvenenthrombose

Ein langsamer Blutfluss und kleine Verletzungen der Gefäßwände der tiefen Bein- oder Beckenvenen können Voraussetzungen für die Bildung eines Thrombus bilden, insbesondere dann, wenn zusätzlich noch die Aktivität des Blutgerinnungssystems erhöht ist. Thromben, eine weitere Form von Venenerkrankungen, entstehen häufig in den Venen der Wadenmuskeln und den Vertiefungen der Venenklappen. Der Thrombus selbst wird oft als Folge einer Aktivierung der Blutgerinnung gebildet.

Lydia Köper

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Diagnose Venenerkrankungen

Die Diagnose von Venenerkrankungen verläuft bei den verschiedenen Venenerkrankungen unterschiedlich. Allen gemein ist, dass zunächst eine Anamnese durchgeführt wird. Der Arzt fragt nach den Beschwerden und kann Fragen stellen zum Auftreten von Venenerkrankungen in der Familie. Im Anschluss daran findet die körperliche Untersuchung der Beine statt.

Für eine Diagnose von Besenreißer sind diese zwei Elemente ausreichend. Bei anderen Venenerkrankungen können weitere diagnostische Verfahren zum Einsatz kommen, wie z. B. Ultraschall oder Phlebografie. Mithilfe der Dopplersonografie kann der Blutfluss in einem Gefäß dargestellt werden. Bei der Phlebografie wird ein Kontrastmittel verabreicht. Durch den Einsatz von Röntgenstrahlung können die Venen dargestellt werden.

Therapie Venenerkrankungen

Die Therapie von Venenerkrankungen richtet sich nach der Art der Erkrankung. Unterscheiden kann man eine Selbstbehandlung und eine ärztliche Therapie. Zur Selbstbehandlung von Venenerkrankungen gehören viel Bewegung, Beine hochlagern, kalte Wassergüsse oder die Durchführung von spezieller Venengymnastik. Auch Ausdauersportarten wirken sich positiv auf das Venensystem aus.

Zur ärztlichen Therapie gehört eine Kompressionsbehandlung. Nach Absprache mit dem Arzt können durch Kompressionsstrümpfe die Venen zusammengedrückt werden, was zu einer Entlastung führt. Auch Medikamente können eingesetzt werden. Ein spezielles Gehtraining oder manuelle Lymphdrainage können Linderung schaffen.

Der Begriff Venenerkrankungen ist eine Bezeichnung für verschiedene Erkrankungen der Venen. Die häufigsten Venenerkrankungen sind Besenreiser, Krampfadern, Venenentzündungen, Thrombosen oder schwere Beine.

Venen sind Blutgefäße, die das Blut aus den verschiedenen Organen zurück zum Herzen transportieren. Der Bluttransport in den Beinen ist dabei besonders schwierig, weil das Blut im Stehen aufwärts, zum Herzen hin, fließt. Besenreiser sind eine häufige Erkrankung der Beine. Meist werden sie für das äußere Erscheinungsbild als störend empfunden. Bei einer Thrombose ist ein Blutgefäß durch ein Gerinnsel verstopft. Würde sich dieses ablösen, kann es z. B. in die Lunge transportiert werden. Dort kann es einen Gefäßverschluss, eine Lungenembolie, herbeiführen.